Router

Der Router ist die Schnittstelle zwischen DSL-Anschluss und Heimnetz. Welche Modelle es gibt, was die Routerfreiheit bedeutet und welche WLAN-Standards aktuell sind.

FRITZ!Box als Quasi-Standard

Der Berliner Hersteller AVM dominiert den deutschen Endkunden-Markt mit der FRITZ!Box. Die Geräte werden in mehreren Klassen angeboten:

Im Vergleich zu Provider-eigenen Routern (Speedport von Telekom, EasyBox von Vodafone, 1&1 HomeServer) bietet die FRITZ!Box mehr Konfigurations­möglichkeiten — etwa für VPN, Gastnetzwerk und detaillierte Statistik.

Routerfreiheit

Seit dem 1. August 2016 gilt in Deutschland die Routerfreiheit (§ 55 TKG). Anbieter dürfen keinen bestimmten Router vorschreiben — Kund:innen können einen beliebigen, technisch kompatiblen Router einsetzen. Der Anbieter ist verpflichtet, alle Zugangsdaten (Username, Passwort) sowie Konfigurationen für Telefonie und Internet bereitzustellen.

Praktisch bedeutet das: Kund:innen können einen eigenen Router kaufen (z. B. eine FRITZ!Box im Handel), statt das Provider-Modell zu mieten. Vorteile: bessere Wiederverkaufbarkeit, unabhängig von Provider-Beschränkungen, oft günstiger über die Vertragslaufzeit.

WLAN-Standards

StandardIEEE-BezeichnungFrequenzbandTheoret. MaximumPraxis
Wi-Fi 4802.11n2,4 + 5 GHz600 Mbit/s100–200 Mbit/s
Wi-Fi 5802.11ac5 GHz3,5 Gbit/s300–800 Mbit/s
Wi-Fi 6802.11ax2,4 + 5 GHz9,6 Gbit/s500 Mbit/s – 1,5 Gbit/s
Wi-Fi 6E802.11ax2,4 + 5 + 6 GHz9,6 Gbit/shöher bei wenig Interferenz
Wi-Fi 7802.11be2,4 + 5 + 6 GHz46 Gbit/snoch wenig Endgeräte

Mesh-Systeme

In größeren Wohnungen oder Häusern reicht ein einzelner Router oft nicht aus, um überall stabiles WLAN zu liefern. Mesh-Systeme kombinieren mehrere WLAN-Zugriffspunkte zu einem nahtlosen Netz — Geräte wechseln automatisch zum stärksten Knoten. Verbreitete Lösungen:

Sicherheit

Aktuelle Router sollten WPA3 (mindestens WPA2) als Verschlüsselung nutzen. Veraltete Standards wie WEP oder WPA gelten als unsicher. Weitere Sicherheitsempfehlungen:

Router selbst kaufen oder mieten?

Bei einer 24-Monats-Laufzeit summieren sich Mietgebühren von 5 Euro/Monat auf 120 Euro — fast der Neupreis eines mittleren FRITZ!Box-Modells. Eigene Hardware lohnt sich: