Glossar

Die wichtigsten Fachbegriffe rund um DSL und Internetanschlüsse in alphabetischer Reihenfolge.

ADSL / ADSL2+
Asymmetric Digital Subscriber Line — die erste DSL-Generation für Privatkunden. ADSL bis 16 Mbit/s, ADSL2+ bis 24 Mbit/s Downstream. Heute weitgehend abgelöst.
Bandbreite
Datenmenge pro Zeit­einheit, gemessen in Bit pro Sekunde (bit/s) oder Mbit/s. Aufgeteilt in Downstream (zum Endgerät) und Upstream (vom Endgerät).
DSL
Digital Subscriber Line. Übertragungstechnik, die die Kupferleitung des klassischen Telefon­anschlusses für digitale Daten nutzt.
DSLAM
Digital Subscriber Line Access Multiplexer. Knotenpunkt im Verteilerkasten, der mehrere DSL-Leitungen zusammenführt und ans Backbone-Netz weiterleitet.
FRITZ!Box
Router-Familie des Berliner Herstellers AVM, Quasi-Standard im deutschen Privatkunden-Markt für DSL und Glasfaser.
FTTC (Fiber to the Curb)
Glasfaser bis zum Multifunktions­gehäuse am Bordstein. Das letzte Stück bis ins Haus läuft über Kupfer (VDSL/Vectoring).
FTTB (Fiber to the Building)
Glasfaser bis zum Hausanschluss im Keller. Die Verteilung im Haus erfolgt über die bestehende Hausverkabelung.
FTTH (Fiber to the Home)
Glasfaser bis in die Wohnung. Höchste Ausbaustufe, ermöglicht symmetrische Gigabit-Verbindungen.
IPv6
Internet Protocol Version 6. Nachfolger von IPv4 mit deutlich größerem Adressraum. Wird seit etwa 2015 parallel zu IPv4 ausgerollt.
Jitter
Schwankung der Latenz, gemessen in Millisekunden. Hohe Jitter-Werte führen bei Echtzeit­anwendungen (Telefonie, Video, Spiele) zu Aussetzern.
Latenz
Verzögerung zwischen Anfrage und Antwort, gemessen in Millisekunden (ms). DSL: 15–40 ms, Glasfaser: 5–15 ms.
Mbit/s
Megabit pro Sekunde. Standardeinheit für Internet-Bandbreite. 1 Mbit/s = 1 000 000 Bit pro Sekunde. Achtung: nicht mit MByte/s verwechseln (1 MByte = 8 Mbit).
MFG (Multifunktionsgehäuse)
Verteilerkasten am Straßenrand, in dem Kupfer- und Glasfaserkabel zusammengeführt werden. Sitz des DSLAM.
NTBA
Network Termination Basic Access. Übergabepunkt zwischen Telefonnetz und Hausverkabelung beim klassischen ISDN-Anschluss. Heute meist durch die TAE-Dose ersetzt.
Routerfreiheit
Recht der Kund:in, selbst zu entscheiden, welchen Router sie an ihren DSL-Anschluss anschließt. Gesetzlich verankert seit 1. August 2016 (§ 55 TKG).
Super-Vectoring
Erweiterung des VDSL-Frequenz­bereichs auf 35 MHz. Erreicht bis zu 250 Mbit/s Downstream auf Kupferleitung. In Deutschland ab 2018 ausgebaut.
TAE-Dose
Telekommunikations­anschluss-Einheit. Standardstecker des deutschen Telefonanschlusses (F-codiert für Telefon, N-codiert für Modem/Fax).
TAL
Teilnehmer­anschluss­leitung. Die Kupferleitung von der Vermittlungs­stelle zur Kund:in. Wird von der Telekom an alternative Anbieter (Vodafone, 1&1, O2) vermietet.
TKG
Telekommunikationsgesetz. Bundes­gesetz, das u. a. den Markt, die Routerfreiheit, die Vertragslaufzeit und die Mindestleistungen regelt. Wichtige Novellen: 2012, 2021.
Vectoring
Verfahren zur Unterdrückung des Übersprechens (Crosstalk) zwischen VDSL-Leitungen. Erlaubt Geschwindigkeiten bis 100 Mbit/s Downstream.
VDSL
Very High Speed Digital Subscriber Line. Weiterentwicklung von ADSL mit deutlich höherer Bandbreite, vor allem in Kombination mit Glasfaser bis zum MFG.
WPA2 / WPA3
Verschlüsselungs­standards für WLAN. WPA2 ist seit 2004 der Standard, WPA3 seit 2018 die sichere Nachfolgegeneration mit besserer Resistenz gegen Brute-Force-Angriffe.